Baubeschreibung Marina Quartier

1. ALLGEMEINE ANGABEN

1.1. Vorbemerkungen

Das Baugrundstück in der Grünauer Strasse 83 im Berliner Stadtteil Köpenick liegt landschaftlich reizvoll direkt an der Dahme, einem Nebenfluss der Spree. Neben den an der Strasse angeordneten PKW-Stellplätzen werden auf dem Grundstück Fahrrad-Abstellplätze in ausreichender Anzahl angeordnet. Direkt an das Grundstück angeschlossen ist zudem eine Bootssteg-Anlage (Marina).

Auf dem Grundstück werden zwei Mehrfamilien- Wohnhäuser mit insgesamt 44 Wohneinheiten entstehen. Die Anlage besteht aus zwei Gebäudekörpern:

• An der Südgrenze des Grundstückes ist ein langgestreckter Gebäuderiegel mit insgesamt 33 Wohneinheiten in 5 Geschossen angeordnet, diese werden über drei Treppenaufgänge erschlossen (benannt Haus A, B und C). Im der Strasse zugewandten Bereich sind Abstellräume und die Haustechnik-Zentrale untergebracht.

• Nebenan ist ein kleinerer, an der Nordseite des Grundstückes angeordneter Baukörper mit 11 Wohneinheiten in 4 Geschossen, diese werden über ein Treppenhaus erschlossen (Haus D).

Die Ausführung erfolgt in solider Massivbauweise. Die beiden Gebäude werden über eine gemeinsame Haustechnik-Zentrale versorgt. Die Architektur ist bis ins Detail von einem hohen gestalterischen Anspruch gekennzeichnet. Die lichten Raumhöhen in den Wohn- und Schlafräumen der Wohnungen betragen ca. 2,70 m, in den Erdgeschossen in Teilbereichen bis zu 2,90 m. Für alle Entscheidungen, die das Aussehen des Objektes beeinflussen, hat der Architekt die Gestaltungshoheit.

Der für die Bauausführung maßgebliche Stand von Gesetzen, Verordnungen sowie anerkannten Regeln der Technik wird mit Stand 01. September 2013 vereinbart. Die Anforderungen des Schallschutzes richten sich nach DIN 4109 Schallschutz im Hochbau, hierfür werden die „Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz“ gemäß DIN 4109, Beiblatt 2 berücksichtigt. Die Wärmeschutzberechnung erfolgt nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009.

1.2. Baubegleitendes Qualitätscontrolling durch den TÜV

Der TÜV wird das Bauvorhaben stichprobenartig auf die Konformität der Bauausführung mit den genannten Plänen bzw. Unterlagen und mit den aufgeführten technischen Vorschriften (Beurteilungsgrundlagen) überprüfen. Dazu finden während der Bauausführung Baustellenbegehungen durch Prüfsachverständige in Abstimmung mit dem Auftraggeber gemäß dem Begehungsplan statt. Nach jeder Begehung wird vom TÜV ein schriftlicher Bericht erstellt; er enthält die gutachterlichen Feststellungen. Wichtige Details werden erforderlichenfalls fotografisch dokumentiert. Die Baustellenbegehungen werden in der Regel von Fachingenieuren der Bautechnik durchgeführt; für die Begutachtung haustechnischer Gewerke werden auch Fachingenieure der Elektrotechnik oder der Versorgungstechnik hinzugezogen.

Anschließend soll die rechtsgeschäftliche Abnahme des Gemeinschaftseigentums durch den TÜV vorgenommen werden. Gegen Aufpreis kann der Käufer einer Wohnung sein Sondereigentum ebenfalls durch den TÜV rechtsgeschäftlich abnehmen lassen.

1.3. Planungsleistungen

Zum Leistungsumfang gehören alle für den Bauantrag notwendigen Architektenpläne und die Berechnungsnachweise hinsichtlich der Standsicherheit, des Schallschutzes und des Wärmeschutzes nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Auch Leistungsbestandteile sind die Vermesserlagepläne, die Gebäudeabsteckung und die Einmessung. Enthalten ist ferner die zur Anfertigung des Standsicherheitsnachweises notwendige Baugrundbeurteilung. Die Kosten der Baugenehmigung sowie die Kosten der erforderlichen Prüfstatik, der Prüfung des Wärmeschutznachweises und des Brandschutznachweises sind ebenfalls im Kaufpreis enthalten. Außerdem ist die örtliche Bauleitung für alle nach dieser Beschreibung zu erbringenden Bauleistungen im Leistungsumfang enthalten.

1.4. Versicherungen

Während der Bauzeit (bis zur Übergabe an die Erwerber / Abnahme) sind für das Bauvorhaben Bauherrenhaftpflicht-, Bauleistungsversicherung-, und Feuer-Bauversicherung abgeschlossen. Die für die Bauzeit abgeschlossene Feuerversicherung (Gebäudeversicherung) wird nach Abschluss der Bauarbeiten von der Eigentümergemeinschaft übernommen.

1.5. Hausanschlüsse

Die Hausanschlüsse zur Versorgung mit Gas, Wasser, Strom, Telefon und Kabelfernsehen sowie der Ab- wasseranschluss am städtischen Kanal sind im Kaufpreis enthalten. Der Wohnungskäufer schließt mit einem Stromversorger einen Versorgungsvertrag für seine Wohnung ab. Gleiches gilt für Telefon-, Fernseh- und Internetanschlüsse.

Angestrebt wird, die Wärmeversorgung mittels eines Wärmelieferungsvertrages mit einem zugelassenen Anbieter gem. Teilungserklärung und Anlagen sicher zu stellen („Contracting-Verfahren“). Die Wärmezentrale soll im der Grünauer Strasse zugewandten Gebäudeteil (im Bereich der Abstellräume) als Eigentum des Wärmelieferungspartners errichtet werden. Falls kein Vertrag mit einem Wärmelieferer zustande kommt, wird die Wärmeversorgung mit einer eigenen Heiztechnik sicher gestellt. Leistung und Dimensionierung der Heiztechnik werden nach Vorgaben der Wärmebedarfsberechnung vorgenommen, die Auswahl der Anlagenkomponenten gemäß der TGA-Fachplanung.

Die Versorgungsverträge für Wärme, Wasser und Abwasser werden seitens der Hausverwaltung mit den Versorgern oder dem Wärmelieferungspartner abgeschlossen und intern nach Miteigentumsanteil bzw. Verbrauch nach den Maßgaben des Woh- nungseigentumsgesetzes abgerechnet.

2. HAUSTECHNIK / TECHNISCHE GEBÄUDEAUSRÜSTUNG

2.1. Heizungsinstallation

Die Beheizung der Wohnräume erfolgt über eine Fußbodenheizung (FBHZ) aus diffusionsdichten Kunststoffrohren, Verlegeabstand entsprechend der Heizlast. Die Bäder erhalten zusätzlich Handtuchheizköper als Ergänzung der Fußbodenheizung. Die Anordnung der Heizkreise und der Raumthermostate erfolgt in den Wohnungen entsprechend der Raumaufteilung der Grundrisspläne, die Heizkreisverteilung wird nach Angabe des Architekten positioniert.

Jede Wohnung erhält einen getrennten Heizkreis mit jeweils zentraler Vorrichtung zum späteren Einbau von Wärmemengenzählern (Ort nach Wahl des Architekten).

2.2. Sanitärinstallation

Alle erforderlichen Kalt- und Warmwasserleitungen werden aus Metallverbundrohr oder Kunststoffrohr in den aus der haustechnischen Planung folgenden Nennweiten verlegt und gedämmt. Die Abwasserleitungen innerhalb der Wohnungen bestehen aus hitzebeständigem Kunststoffrohren, die Abwasser führenden Fallstränge werden in einem Kunststoffschallschutzrohrsystem ausgeführt.

Zu- und Abwasserleitungen können z. B. in den Bädern auch in einem Sockel oder unterhalb der Stahlbeton-Decke verlaufen und werden dann mit Trockenbauplatten verkleidet. Die Verlegung sämtlicher Leitungen im Bereich der Abstellräume erfolgt auf/vor der Wand oder unter der Decke.

Die Küchen erhalten einen Kaltwasser- und Warmwasseranschluss, diese werden jeweils bis zum Eckventil geführt. Der Kaltwasseranschluss wird für den Anschluss der Spülmaschine als Kombi-Eckventil ausgeführt. Die Installation erfolgt teilweise über dem Fußbodenaufbau vor der Wand (auf dem Putz). Jede Wohnung erhält eine Anschlussmöglichkeit für eine Waschmaschine. Die Wohnungen im DG erhalten an den Dachterrassen jeweils eine frostsichere Außenzapfstelle.

2.3. Sanitärobjekte in Bädern

Bei rechtzeitiger Beauftragung können die Bäder individuell an die Kundenwünsche angepasst werden, Mehr- und Minderkosten der geänderten Planung werden nach Angebot verrechnet. Für die Ausstattung wurden deutsche Markenhersteller ausgewählt, die dem gestalterischen Anspruch der Architektur folgen: die Firma Duravit als Hersteller der Keramikobjekte (Waschtisch und WC) mit Ihrer neuen Designserie „DuraStyle“, die Firma Kaldewei als traditionsreicher Hersteller von Dusch- und Badewannen aus Stahl-Emaille und die Düsseldorfer Firma Treos als Hersteller hochwertiger Armaturen. Abgerundet wird die Ausstattung durch Echtglas-Duschabtrennungen aus dem Hause Scanbad. Folgende Einrichtungen sind im Standard enthalten, wenn sie im Grundriss der entsprechenden Wohnung zeichnerisch dargestellt sind: Waschtisch/Waschbecken: Porzellan-Waschtisch Duravit „DuraStyle“, weiß, Größe 600 x 480 mm, mit verchromten Einhebel-Waschtischmischer Treos Serie 190, Höhe 15 cm, Ausladung 10cm. Tiefspül-Klosett: Duravit „DuraStyle“, wandhängend, bei geometrischer Notwendigkeit als Kompaktversion. Spülkasten mit Spartaste, eingebaut in Vorwandinstallation, WC-Sitz in weiß. Badewanne: Kaldewei „Saniform Plus“ als emaillierte Stahlwanne, Grösse je nach Grundriss 170 cm x 70 cm bis 180 cm x 80 cm. Verchromter Einhebel- Wannenmischer Treos Serie 190 in Aufputz-Version, mit Hansgrohe „Croma“/„Unica“ Brausegarnitur (Handbrause mit Wandhalter)

Duschwanne: flache Duschwanne Kaldewei „Duschplan“ aus Stahl-Emaille, Größe mindestens 90 x 90 cm (je nach Grundriss). Verchromter Einhebel-Brausenmischer Treos Serie 190 in Aufputz- Version, mit Hansgrohe „Croma“ / „Unica“ Brausegarnitur (Stange, Schlauch und Handbrause). Echtglas-Duschabtrennung Scanbad „Hanna Mil- ler“, Höhe ca. 2,0 m.

2.4. Lüftung

Innenliegende Bäder und Toiletten erhalten je einen automatisch grundgeregelten Abluftventilator, mindestens ein Raum der Wohnung erhält einen solchen Ventilator. Die Abluft wird in Kanälen bis über Dach geführt. Alle Türblätter (außer Wohnungseingangstüren) sind zur Sicherstellung der Zuluftführung am Bodenanschluss gekürzt. Die Zuluft erfolgt über Außenluftdurchlässe in den Fenstern nach Bedarf des Lüftungsnachweises.

Damit wird sowohl die Lüftung der innenliegenden Bäder und Toiletten, als auch die Grundlüftung für die gesamte Wohnung erreicht.

2.5. Elektroinstallation

Die Elektroinstallation wird nach den geltenden VDE-Vorschriften ausgeführt. Die Hauptverteilung und die Zählerplätze sind im jeweiligen Treppenhaus angeordnet (bis auf Haus A, dort liegen sie im benachbarten Bereich der Abstellräume / Technikräume). Jede Wohnung erhält eine separate Unterverteilung, Lage nach Wahl des Architekten. Die Leitungsverlegung erfolgt innerhalb der Wohnungen und der Treppenhäuser unter Putz, im Bereich der außerhalb der Wohnungen liegenden Abstellräume und der Technikzentrale auf Putz.

Das Haus erhält einen Kabelanschluss (Kabel Deutschland) und einen Breitband-Anschluss (Telekom) im HA-Raum. Von jeder Wohnung wird dorthin eine Verkabelung vorgenommen, die Käufer können dann nach Wahl einen Anschluss beauftragen. Die Gebühren für die individuellen Anschlüsse trägt der Käufer.

Es wird für jeden Hauseingang eine Haussprechanlage mit Videoübertragung installiert. Jede Wohnung erhält eine Hausstation (Farbe: weiß) mit Videofunktion im Bereich der Wohnungseingangstüre.

Elektroausstattung der Wohnungen:

Die Elektroausstattung der Wohnungen kann bei rechtzeitiger Beauftragung individuell auf Kundenwünsche angepasst werden. Hierzu wird für die Wohnung ein Elektroinstallationsplan ausgehändigt, in diesen können Änderungen eingetragen werden. Die Mehr- und Minderkosten werden nach schriftlicher Beauftragung verrechnet.

Die Vernetzung der Telefon-Anschlussdosen in der Wohnung erfolgt sternförmig vom zentralen Anschlusspunkt mit Datenleitung Cat.5 an TAE-Enddosen (geeignet zum späteren Ausbau als Datennetzwerk). Die Vernetzung der TV-Dosen (Fernsehempfang) erfolgt ebenfalls sternförmig zu dem zentralen Anschlusspunkt der Wohnung (geeignet zum späteren Ausbau einer Fernsehverteilung).

Schalterprogramm: Gira S55 oder gleichwertig.

2.6. Verbrauchsmessung

Jede Wohnung erhält einzelne Messeinrichtungen zur Verbrauchsmessung Wasser (warm und kalt), Heizung (Wärme) und Strom. Die Zähler werden zunächst von der BPT Seeresidenz GmbH angemietet, der Mietvertrag wird bei Übergabe der einzelnen Wohnungen an den Eigentümer übertragen. Die Lage der Messeinrichtungen sowie der Unterverteilungen werden durch die Architekten und die HLS-Fachplaner festgelegt und sind nicht veränderbar.

2.7. Aufzugsanlagen

Die Gebäude werden mit Aufzügen ausgestattet. Die Aufzugskabinen werden mit Kristallspiegel und Edelstahlhandlauf ausgestattet. In der Kabinendecke, alternativ in der Wandbekleidung ist die Beleuchtung integriert. Die automatisch öffnenden Teleskopschiebetüren werden auf den Sichtseiten mit Edelstahl verkleidet oder gemäß dem Gestaltungskonzept des Architekten lackiert bzw. beschichtet. In dem Aufzug ist ein Fernnotrufsystem mit Selbst- wählgerät und eine Kabinensprechanlage des Aufzugsherstellers gerätetechnisch vorgerüstet. Es dient zur Herstellung einer Sprachverbindung von der Kabine zu einer ständig besetzten Notrufstelle eines Serviceanbieters über das öffentliche Telefonnetz. Zu dem Betrieb des Fernnotrufsystems wird von der BPT Seeresidenz GmbH ein Aufschaltvertrag mit dem Aufzugshersteller in Kombination mit einem Wartungsvertrag abgeschlossen. Die zukünftigen Eigentümer treten in diesen Vertrag ein.

3. AUSSTATTUNG DER WOHNUNGEN

3.1. Innentüren

Die Innentüren in den Wohnungen werden als hochwertige, oberflächenfertige Weißlacktüren ausgeführt, bestehend aus Zargen und Türblättern. Die Türen werden in Übergröße mit einer Höhe von 2,13 m eingebaut. Die Türblätter erhalten eine Röhrenspan-Mittellage, eine dreiseitig umlaufende Dichtung und eine Edelstahldrückergarnitur System Hoppe „Amsterdam“ oder gleichwertig. Die Schlösser erhalten ein Bundbart-Schloss, in den Bädern werden WC-Beschläge eingebaut.

Die innenliegenden Bäder (bis auf Bäder mit Dachflächenfenstern im DG) erhalten Türblätter aus satiniertem bzw. matt foliertem Glas.

3.2. Trockenbau

Die nichttragenden Innenwände in den Wohnungen werden als Metallständerwände mit Trockenbau-Beplankung, beidseitig jeweils 2×12,5mm, ausgeführt. In Bädern, Duschbädern, WCs und im Bereich der Versorgungsschächte werden Verkleidungen der Haustechnikeinbauten ebenfalls mit doppellagigen Trockenbaukonstruktionen ausgeführt. Erforderlichenfalls erhalten Bäder und Flure teilweise abgehängte Trockenbau-Decken oder Verkleidungen, sofern dort unterhalb der Decke bzw. dem Dach Installationen ausgeführt werden.

Alle sichtbaren Trockenbauflächen erhalten eine Verspachtelung in der Oberflächenqualität Q2 gemäß Merkblatt des Bundesverbandes der Gipsindustrie.

3.3. Innenputzarbeiten und Maler- / Tapezierarbeiten

Der modernen Gestaltung folgend werden die Wände glatt und ohne Raufasertapete ausgeführt: die massiven Wohnungswände erhalten einen einlagigen Gipsputz, in den Bädern einen Zementputz. Alle nicht gefliesten Wandflächen werden in der Oberflächenqualität Q2 ausgeführt. Die Wände in den Wohnungen werden anschließend weiß gestrichen. In den Bädern werden Wände und Decken, ausgenommen geflieste Flächen, verputzt und mit Latexfarbe gestrichen. Die Stahlbetondecken in den Wohnungen werden fugenverspachtelt, mit Malervlies tapeziert und weiß gestrichen.

3.4. Bodenbeläge und Estricharbeiten

Alle Räume in den Wohnungen erhalten einen schwimmendem Estrich mit Installationsebene, Trittschalldämmung nach Schallschutznachweis, Estrichplatte aus Anhydrit- oder Zementestrich. Im Erdgeschoss wird nach Anforderung des Wärmeschutznachweises unterhalb des Estriches eine zusätzliche Wärmedämmung eingebaut.

Alle Räume (außer Bäder, WC, Abstellraum) erhalten einen schiffbodenartig verlegten, matt versiegelten Dielenboden in Eiche rustikal (ca. 16mm starkes Mehrschichtparkett mit Vollholz-Nutzschicht), vollflächig verklebt. Sonderwünsche der Käufer werden hier gerne berücksichtigt, soweit dies technisch möglich ist. Der Einzelhandelspreis des Standard-Materials beträgt ca. 35,00 €/qm (Brutto- Listenpreis). Die Sockelleisten werden als Holz-Sockelleisten in weiß ausgeführt.

Die Bäder, WC und Abstellräume erhalten einen Bodenbelag aus Feinsteinzeug-Fliesen im Format 60/30cm, Einzelhandelspreis Material ca. 30,00 €/ qm (Brutto-Listenpreis).

In den zum Wohn- und Essbereich offenen Küchen ist ein Parkett vorgesehen. Holz ist ein feuchteempfindliches Material und bedarf gerade in diesen Bereichen besonderer Sorgfalt. Auf Wunsch können bei rechtzeitiger Beauftragung auch kostenneutral Fliesen eingebaut werden.

3.5. Wandfliesen

In Bädern und WC werden in Teilbereichen Wandfliesen angebracht, Format 60/30cm, Einzelhandelspreis Material ca. 30,00 €/qm (Brutto- Listenpreis). Die an geflieste Flächen angrenzende Fensterbänke und Ablagen der Bäder werden ebenfalls mit Fliesen belegt.

Die Teilbereiche werden wie folgt definiert:

– An den Wänden der Duschen und auch zum Duschen konzipierten Badewannen:
Höhe ca. 2,10 über Oberkante Fußboden
– An sonstigen Badewannen: bis ca. 1,20 m über Oberkante Fußboden

– An den Vormauerungen der WC und Waschtische, einschließlich Ablagen.

3.6. Küchen

Für jede Wohnung kann eine passende Einbauküche durch den Verkäufer gegen Aufpreis geliefert werden. In jedem Fall ist die detaillierte Einrichtungsplanung der Küche durch den Erwerber vorzunehmen.

Bei rechtzeitiger Vorlage der Installationspläne können die Sanitär- und Elektroinstallationen der Küche auf den Küchenplan abgestimmt werden, Mehr- und Minderkosten werden gemäß Auftragsbestätigung verrechnet. Die in den Grundrissen abgebildeten Küchen dienen nur zu Einrichtungszwecken und sind nicht Bestandteil des Lieferumfanges, legen jedoch die Standard-Anordnung der Installationen fest.

4. ROHBAU & ALLGEMEIN-BEREICHE

4.1. Erd- und Entwässerungskanalarbeiten

Im Leistungsumfang sind alle notwendigen Erd- und Entwässerungskanalarbeiten enthalten. Der Arbeitsraum wird mit dem Aushubmaterial oder einem dafür geeigneten Material verfüllt. Auch die Abfuhr von überschüssigem Material ist enthalten.

4.2. Stahlbetonarbeiten

Die Bodenplatten der Gebäude und die Geschoss- decken werden gemäß Statik als Stahlbetondecken hergestellt, die Gründungen (Fundamente) werden gemäß den Vorgaben des Bodengutachtens und der Statik hergestellt. Auch die Treppenläufe und Zwischenpodeste im Treppenhaus werden als Stahlbetonbauteile ausgeführt. Wo erforderlich, werden tragende Wandteile, Pfeiler oder Stützen ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt.

4.3. Mauerarbeiten

Das Außenmauerwerk sowie die tragenden Innenwände werden aus Kalksandsteinmauerwerk hergestellt, sofern nicht Beton statisch erforderlich ist. Die Wohnungstrennwände werden in allen Geschossen aus Kalksandsteinmauerwerk in einer Dicke von 24cm ausgeführt, wo statisch erforderlich teilweise in Stahlbeton.

Die Abstellräume werden als leichte Systemtrennwände hergestellt (z.B. Stahl-Gitterrostwände).

4.4. Fassade

Auf die massiven Außenwände wird nach Vorgabe des Wärmeschutznachweises ein Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol-Hartschaumdämmung aufgebracht, nach Notwendigkeit in Teilbereichen auch mit Dämmung aus Mineralfasern. Auf die Dämmplatten wird ein gewebearmierter Unterputz aufgebracht.

Den Abschluss bildet ein strukturierter Oberputz, Korngröße 1-3mm, hell, teilweise abgetönt. Der Sockelbereich und das Staffelgeschoss werden optisch abgesetzt. Die Farbgestaltung und Materialwahl der Oberflächen werden unter gestalterischen Aspekten durch den Architekten festgelegt.

4.5. Fenster

Alle Fenster und Fenstertüren werden als Dreh- Kipp-Elemente mit Holzrahmen ausgeführt, in Teilbereichen sind Festverglasungen angeordnet. Die Verglasung wird als 2-Scheiben-Isolierverglasung gemäß den Vorgaben des Wärmeschutznachweises und des Schallschutznachweises ausgeführt.

Die Farbgebung erfolgt entsprechend dem Farbkonzept des Architekten einfarbig. Alle Fensteroliven werden aus Edelstahl (Hoppe Amsterdam) ausgeführt und in Form und Material den Türbeschlägen angepasst.

Die genaue Aufteilung der Fenster kann sich durch Erfordernisse der Werkplanung noch ändern, eine Abweichung von den Ansichtsplänen bleibt vorbehalten.

Alle Fenster erhalten Aluminiumaußenfensterbänke, Oberfläche in Alu natur, eloxiert oder beschichtet, nach Wahl des Architekten. Ausgenommen sind die Elemente zu Terrassen und Balkonen, dort wird der Terrassen- bzw. Balkonbelag möglichst direkt bis an das Fensterprofil geführt. Falls notwendig, werden dort trittfeste Außenfensterbänke angebracht (aus Riffelblech, Naturstein oder Holz nach Wahl des Architekten).

Die Brüstungen der nicht bis zum Boden reichenden Fenster werden mit einer Innenfensterbank aus beschichteter Holzwerkstoffplatte abgedeckt. Bodentiefe Fenster erhalten keine Innenfensterbänke, bei Bedarf wird davor eine Schwelle angeordnet.

Die Fenster werden nach Anforderungen des Lüftungsnachweises mit selbstregelnden Fensterlüftungselementen ausgestattet. Die Öffnungsflügel werden mit Dreh-Kipp-Beschlägen ausgestattet, teilweise werden die Fenster mit Stulpflügeln ausgestattet (zweiter Flügel nur als Drehflügel). Wo notwendig, wird die Absturzsicherung aus Sicherheitsglas (VSG) im Fenster hergestellt.

Sämtliche Fenster und Fenstertüren, an die die Außenanlage erdgeschossgleich anschließt, erhalten zusätzlich eine einbruchhemmende Ausstattung (anlehnend an Widerstandsklasse WK1). Hierzu wird jeder Flügel durch Pilzköpfe verriegelt (als Aushebelsicherung) und erhält einen absperrbaren Fenstergriff.

4.6. Rollläden, Beschattungsanlagen

Die Fenster in den Erdgeschoss-Wohnungen erhalten elektrisch bedienbare Kunststoff-Rollläden, die Farbe der Rollläden wird vom Architekten im Rahmen des Farbgestaltungskonzeptes festgelegt.

In den übrigen Geschossen werden Vorrichtungen für Sonnenschutzanlagen vorgesehen, so dass hier auf Wunsch Rolläden oder Jalousien (je nach geometrischer Situation) nachgerüstet werden können.

4.7. Dachflächenfenster

Die innenliegenden Hauptbäder der Wohnungen in den Dachgeschossen erhalten elektrisch öffenbare Flachdach-Fensterelemente, System Velux oder gleichwertig.

4.8. Dachkonstruktion

Die Dachkonstruktion besteht aus einer Stahlbetondecke, auf der ein Warmdachaufbau mit Dämmung gemäß Wärmeschutznachweis (EnEV) ausgeführt wird. Die Dachabdichtung erfolgt als zweilagige Bitumenschweißbahn oder Kunststoff-Folie. Die gesamte Ausführung der Dachabdichtung erfolgt nach Kategorie K2 der Flachdachrichtlinien.

Auf den Hauptdächern wird eine extensive Begrünung aufgebracht.

4.9. Balkone und Dachterrassen

Die Balkone werden als Stahlbetonbauteile an die Geschossdecken angehängt, zur Vermeidung von Wärmebrücken werden Spezialbauteile eingesetzt („Isokörbe“). Die Balkonplatten werden soweit technisch möglich in WU-Bauweise erstellt und erhalten keine weitere Abdichtung. Die Randanschlüsse zum Gebäudekörper und am Anschluss zur Rinne werden mit Flüssigfolie oder Abdichtungsbahnen abgedichtet, falls notwendig erhalten diese eine Blechabdeckung.

Die Balkonböden sind mit einem Gefälle versehen, das Wasser wird über eine vorgehängte oder in die Balkonplatte integrierte geleitet, die Abläufe werden auf dem Grundstück zur Versickerung gebracht. Ein Notüberlauf wird nicht eingebaut.

Die Balkon- und Dachterrassengeländer werden nach Gestaltungskonzept des Verkäufers aus feuerverzinkten Stahlkonstruktionen mit Füllungen aus horizontalen Stäben hergestellt, als Übersteigschutz wird der oberste Handlauf ca. 12cm nach innen versetzt.

Die Terrassen im Dachgeschoss erhalten einen Dachaufbau als Warmdachkonstruktion. Die Abdichtung wird mit einer Folie oder Bitumenschweißbahn ausgeführt, Materialvorgaben nach Flachdachrichtlinien. Als Oberbelag werden auf Balkonen und Dachterrassen Holzdielen oder Holz-Kunststoff-Dielen („Megawood“ oder gleichwertig) verlegt.

Die Anschlusshöhe der Abdichtung an den Fenstertüren der Dachterrassen beträgt ca. 5cm über Terrassenbelag und weicht damit zu Gunsten höheren Komforts von den in den Flachdachrichtlinien und der DIN 18195 geforderten 15cm-Sollhöhe ab. Vor den Fensterlementen werden auf dem Holzrost Gitterroste eingebaut.

Der Anschluss an den Terrassenfenstertüren im Erdgeschoss und an den Fenstertüren der überdachten Balkone erfolgen ebenfalls mit nur 5cm Aufkantungshöhe, auf eine Entwässerungsrinne wird hier verzichtet, da das Wasser frei zu den Seiten ablaufen kann.

4.10. Hauseingänge

Die Haustüren werden als Holzelemente mit Glasfüllung ausgeführt. Optik, Materialien und Oberfläche nach Wahl des Verkäufer.
Es wird eine Gegensprechanlage mit Videofunktion und Klingelfeld im Bereich der Briefkastenanlage eingebaut. Jeder Hauseingang erhält eine separate Sprechanlage.

4.11. Treppenhaus

Die Stahlbetontreppenläufe werden schallentkoppelt auf die Geschossdecken bzw. die Zwischenpodeste aufgesetzt. Die Treppenläufe und Podeste werden mit Fliesen, Betonwerkstein oder Naturstein belegt (nach Wahl des Architekten).

Die Decken und Treppenlaufuntersichten werden weiß gestrichen. Die Treppenläufe erhalten ein Geländer in einer Stahlkonstruktion mit senkrechten Füllstäben. Das Geländer wird farbig passend zum Treppenhausgestaltungskonzept beschichtet. Treppenhaus: die Wände werden mit einem Putz versehen, dieser erhält eine scheuerbeständig Oberflächenbeschichtung (Anstrich oder Strukturputz), Teilbereiche werden nach Gestaltungskonzept des Architekten farbig abgesetzt.

4.12. Wohnungseingangstüren und sonstige Türen

Die Wohnungseingangstüren werden als Holzwerkstofftürelemente in weiß beschichtet ausgeführt. Die Türblätter sind dichtschließend und erhalten eine Bodenabsenkdichtung, der Schallschutz wird nach den Vorgaben des Schallschutznachweises ausgeführt. Die Türen sind mit einer Wechselgarnitur, Qualität entsprechend Hoppe Verona Alu, einer Dreifachverriegelung und einem Profilzylinder ausgestattet.

Die Türzargen werden als Eck- oder Umfassungszargen ausgeführt. Die Türen erhalten einen automatischen Schließmechanismus, wenn dies nach Brandschutznachweis erforderlich ist.

Die Türen zu den Technikräumen werden als Stahltüren mit Stahleckzargen ausgeführt. Diese Türen werden entsprechend den behördlichen Auflagen und gesetzlichen Anforderungen teilweise als feuerhemmende, selbstschließende bzw. rauchdichte Türen ausgeführt.

4.13. Abstellräume

Im Bereich der Abstellräume und der Technikzentrale werden grobe Fugen an den Mauerwerkswänden ausgespachtelt, Decken und Wände erhalten anschließend einen weißen Anstrich. Die Böden erhalten einen staubbindenden Anstrich. Die Trennwände und Türen der Abstellräume werden in einem Trennwandsystem ausgeführt, bestehend aus verzinkten Metallstützen mit Drahtgitter- Füllung. Die Abstellräume erhalten eine gemeinsame Beleuchtung über die Flure, diese wird über Bewegungsmelder gesteuert. Die einzelnen Abteile erhalten keine separate Beleuchtung.

4.14. Technische Gebäudeausrüstung

Im Vorgartenbereich wird eine frostsichere Außenzapfstelle zur Bewässerung der Gemeinschaftsflächen eingebaut.
Alle elektrische Anschlüsse in den Allgemeinbereichen erfolgen nach Erfordernis und Angaben der Fachplanungen. In den Treppenhäusern werden Wand- oder Deckenleuchten nach Wahl des Architekten unter gestalterischen Aspekten eingebaut, mit Tasterschaltung über Zeitschaltuhrrelais nach technischer Erfordernis.

Außen an den Hauseingängen wird je eine Außenleuchte installiert, geschaltet über einen Dämmerungsschalter. Im Außenbereich werden zur Wegebeleuchtung nach Konzept des Architekten weitere Leuchten installiert.

4.15. Außenanlage

Entlang der Grünauer Straße wird eine Grundstückseinfassung aus Mauerwerk oder Stahlbeton errichtet, die Zugänge und Zufahrten bleiben offen. Zwischen Müllplatz und Parkplatz wird ein Sichtschutz als StahlHolzlamellenkonstruktion eingebaut.

Die teilweise überdachten PKW-Stellplätze werden mit einem wasserdurchlässigen Beton-Splittfugen-Pflaster befestigt. Neben den Müllstandort wird ein mittelkroniger Laubbaum gepflanzt.

Die straßenseitige Hausfassade wird mit Rankpflanzen in Trögen begrünt.

Erschließungsweg / Feuerwehrzufahrt: Belag aus Beton-Pflaster mit hohem Fugenanteil, gegliedert durch querende Entwässerungsmulden. Die Eingangsbereiche werden mit einem Plattenbelag gestalterisch akzentuiert. Die Flächen für die Fahrräder werden mit Rasenfugenpflaster befestigt. Auch die PKW-Stellplätze vor Haus D erhalten ein Rasenfugenpflaster. Als Belagseinfassung sind Beton-Kantensteine vorgesehen.

Die Beleuchtung des Weges erfolgt über Pollerleuchten, die auf der nördlichen Seite vorgesehen sind. Gartenbereiche am Vollkropfgraben: Die EG-Wohnungen erhalten großzügige Terrassen mit einem Beton-Plattenbelag und einer kleinen Rasenfläche, die in das (von der Stadt Berlin geplante) renaturierte Ufer des VKG übergeht. Die Profilierung der Uferböschung erfolgt in enger Abstimmung mit Stadt Berlin. Die Böschung erhält eine Wieseneinsaat. In jedem Garten wird ein Klein- bis mittelkroniger Laubbaum gepflanzt.

Freifläche an der Dahme: Die Freifläche an der Dahme wird als Rasenfläche gestaltet. Die Feuerwehrbewegungsflächen werden als Schotterrasen ausgeführt. Am Ufer werden Trauerweiden und Säuleneichen gepflanzt. Die vorhandene Slipanlage sowie die direkt in die Dahme einleitende Muldenrinne werden rückgebaut.

Spielplätze: Auf der Westseite von Haus D ist eine große Sandspielfläche mit einer Schaukel geplant. Auf der Nordseite ist eine Balancier- und Hüpfstrecke vorgesehen. Eine weitere Spielfläche wird in der Südost-Ecke des Grundstücks angelegt. Fahrradstellplätze: Gesamt 44 Außenfahrradstellplätze werden an den jeweiligen Hauseingängen angelegt, Befestigung mit Rasenfugenpflaster. Errichtung von Fahrradbügeln als verzinkte Metallkonstruktion.

Die Häuser erhalten an den nicht befestigten Sockelbereichen einen Traufstreifen aus Kies, abgegrenzt mit Beton-Kantensteinen.
Die Niveauausgestaltung der Gartenflächen erfolgt nach technischen Grundsätzen und örtlichen Gegebenheiten und ergibt sich nach Abschluss der Baumaßnahme. Zum Höhenausgleich wird das Gelände in Teilbereichen geböscht oder abgestuft, gemäß Planung des Bauherrn.

Die Nachbarin Grünauer Strasse 81 hat das Recht, zwei Zugangstore in der Einfriedung zu ihrem Grundstück einbauen zu lassen, die genaue Lage wird mit der Aussenanlagenplanung abgestimmt.

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